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"Das Leben anzuregen - und es dann frei entwickeln zu lassen - hierin liegt die erste Aufgabe des Erziehers."
- Maria Montessori -
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"Jeder lebt in seiner eigenen Welt!"

Wer hat diesen Satz nicht schon gehört?

Obwohl wir alle auf diesen einen Planeten leben, - dieser globalen Lebenswelt - ist unsere Wahrnehmung der Welt nicht nur von geografischer Lage und kulturellen Erbgut abhängig. Was wir Menschen über unsere Sinne wahrnehmen, kognitiv Einordnen und mit Erfahrungen abgleichen, erscheint uns als Realität, als "Die Welt".

Auch der Philosoph und Mathematiker Edmund Husserl (1859 - 1938) definierte Lebenswelt als die
"... wirklich anschauliche, wirklich erfahrene und erfahrbare Welt, in der sich unser ganzes Leben praktisch abspielt". Im pädagogisch-sozialen Zusammenhang bezeichnet man heute als Lebenswelt die Gesamtheit der sozialen, materiellen, zeitlichen und räumlichen Lebenspraxis, die das Individuum erfährt. Und betont hierbei besonders das subjektive Erfahren des Individuums.

Demnach unterscheidet die moderne Pädagogik die Lebensweltbereiche

Wohnen, Arbeit, Familie und Freizeit.

Doch kann das wirklich noch so klar getrennt werden?

Haben die Erfahrungen der letzten Monate - zum Beispiel im Homeoffice oder als Hybrid-Unterricht - nicht etwas anderes aufgezeigt? Auch Ganztagsangebote und Veranstaltungen wie der Tag der offenen Tür lassen keine klare Trennung der Lebensbereiche erkennen. Wie sich also aufstellen, wenn
Nähe und Distanz, Verstrickungen und Beziehungskonflikte zu einer immer größeren Herausforderung werden?

Hans Thiersch, Erziehungswissenschaftler und Sozialpädagoge, setzte sich besonders ab den 90iger Jahren des 20. Jhd. anhand seines
sozialen Konzeptes der Lebensweltorientierung für mehr soziale Gerechtigkeit ein. Er sagt: "Lebensweltorientierte Soziale Arbeit agiert im Horizont der radikalen Frage nach dem Sinn und der Effizienz sozialer Hilfen aus der Perspektive ihrer Adressat/innen."

(Quelle: Berühmte Zitate | Hans Thiersch)


So gibt es nach Hans Thiersch Vier Dimensionen der Lebensweltorientierung:

ZEIT:

  • "was war, was ist, was wird"
  • individuelle Zielsetzung für die Zukunft

    RAUM:

  • ländlich/städtisch
  • Erreichbarkeiten

    SOZIALES GEFÜGE:

  • Förderung der individuellen Entwicklung
  • Abnablungsprozesse
  • Beziehungen (Partnerschaft, Freunde, Familie)

    BEWÄLTIGUNGSARBEIT:

  • Impulse setzen (Anregen)
  • Reflexion, Meditation, Balance

    Es geht also darum, die subjektiv-wahrgenommene Welt des Individuums zu verstehen und zu akzeptieren, um ganzheitlich darauf eingehen zu können. Erst daran anknüpfend kann wahrhaftig vermittelt werden: "Ich hole Dich respektvoll dort ab, wo Du jetzt gerade stehst." Diese Herangehensweise wird auch als hermeneutisch-pragmatischer Ansatz bezeichnet.

    Den Standpunkt der "Adressaten und Adressatinnen" zu verstehen und helfend daran anzusetzen, ist eine gute Sache und hat unseren Sozialstaat vorangebracht. Sie jedoch auch anzuregen und zu ermutigen, an sich selbst zu arbeiten und Innenschau zu betreiben, ist ein weiterer wesentlicher Punkt.

    Meditation und Selbstreflexion werfen Licht auf unseren
    Umgang mit Freunden, Arbeitskollegen, Familienangehörigen und vor allem, auf unseren Umgang mit uns selbst. Steigende Achtsamkeit kann uns bewusst machen, in welch verschiedene Rollen wir schlüpfen. Wenn uns bewusst wird, wem gegenüber wir wie reagieren, kehrt Harmonie ein im Bezug zu uns selbst und zu unseren Mitmenschen.

    Nun versuche ich das Rad nicht neu zu erfinden. Mein Bestreben liegt darin, dem Menschen ein
    introvertiertes Gegengewicht zur immer anspruchsvoller werdenden und erfahrbaren Welt, aufzuzeigen, zu fördern und in den Lebensalltag zu integrieren. Ob als Meditation, Reflexion oder Innenschau bezeichnet - es trägt zur inneren Balance bei und wirkt sich auf alle Bereiche unserer Lebenswelt aus. Nur ein stabiles Zentrum kann den peripheren Turbulenzen der weltlichen Erfahrung dauerhaft und vor allem gesund standhalten.

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